Geschichte des Midnight Prayer MC

 

Anno 1990 trafen sich 9 Leute in einer Grillhütte um den einzigen MC im Saterland zu gründen. Da diese schon vorher in einem MC gefahren sind war das Vorhaben von Erfolg gekrönt. Kurze Zeit später wurde das Colour entworfen, als Vorlage diente hier ein Cover der Platte ( ja Vinyl gab es damals noch) Painkiller. Der Dragonrider wurde abgezeichnet und eine eigens kreierte Schrift wurde entwickelt, zwar schwer zu lesen aber halt was ganz eigenes (und das alles mit Hand ohne PC-Unterstützung). Noch bevor der MC der Weltöffentlichkeit in den Printmedien wie Bikers News vorgestellt wurden, stellten sich schon die ersten beiden Prospects vor und begannen ihre Probezeit.

Nicht mal 2 Monate nach Gründung fanden die Prayer eine Bleibe in Form eines Clubhauses. Die Bude war klein und heruntergekommen, so dass handwerkliche Arbeit gefordert wurde. Die Bude lag jedoch sehr günstig (genau wie die Pacht) und kurze Zeit nach Fertigstellung konnte die erste Clubhausparty von statten gehen. Es kamen weit mehr Leute als Erwartet und so platzte das neue Zuhause an diesem Abend aus allen Nähten. Weitere Winterpartys im Clubhaus folgten in den nächsten Jahren an der bekannten Stelle. Der MC wuchs und es kamen sogar 2 Chapter hinzu, da war zum einen ein Chapter in Süddeutschland in der Nähe von Ulm und zum zweiten das Chapter West welches Bikes aus dem Sauerland und Wuppertal rekrutierte. Im nachhinein muss man sagen, dass der MC zu schnell gewachsen ist, zwar war die Zeit spaßig und Erlebnisreich jedoch lösten sich die Chapter in den kommenden Jahren wieder auf.

In den nächsten Jahren fand der MC zu sich selbst und eine Selbstreinigung begann, einige Member zogen das Familienleben mit Frau und Kind vor und verließen den Club, neue Gesichter kamen aber gleichwohl hinzu. Ein Member dieser Zeit namens Mietzi trug dann den Prayern vor, er könne ein Haus mit anhängender Diele pachten, da er die Diele nicht benötigte wäre diese an den MC zu vermieten. Das Anwesen wurde also besichtigt und für Gut befunden, die Räumlichkeiten waren gegenüber dem alten Clubhaus wesentlich geräumiger. Es gab sogar einen abgeschlossenen Raum für die Member und ein Badezimmer. Über die gesamte Breite konnte eine Theke errichtet werden und für die Musik konnte auch ein DJ-Pult gestaltet werden. Das Grundstück war riesig, so dass reichlich Platz für Zelte vorhanden war und ein Teich rundete die Idylle ab. Kurz gesagt, das musste das neue Clubhaus werden. Etliche Jahre verweilten wir in diesen Gemäuern bis........ja bis der Eigentümer ankam und uns das Mietverhältnis kündigte. Er hatte die Möglichkeit das Grundstück mitsamt Haus zu veräußern und das passten die Jungs nicht ins Konzept. Plötzlich war es vergessen, dass die Prayer nach Mietzis Austritt die Vermietung der Wohnung übernahmen und das über die Jahre der von den Prayern genutzte Teil von ihnen in Ordnung gehalten wurde. Kurz vorher hatten die wir noch einmal das Clubhaus renoviert, auf die Kosten sollten wir sitzen bleiben. Nein, nicht mit uns ! Gespräche mit dem Wortführer des Eigentümers endeten Ergebnislos. Die Prayer blieben standhaft und zogen auch bei der angekündigten Räumungsklage nicht aus. Vielmehr gingen sie auf den Rechtsstreit ein und ein halbes Jahr später traf man sich vor Gericht. Der Richter sah es ähnlich wie wir und fand keinen Grund für eine Aufhebung des Mietvertrages. Es konnte also nur ein Vergleich helfen. Dieser wurde dann auch gefunden, der Eigentümer zahlte die Summe x an die Prayer und dieses wiederum sagten zu das Gebäude zu räumen damit das Haus abgerissen werden konnte.

Nun war es also an der Zeit eine neue Bleibe zu finden. Es wurde rumgehört und ebenfalls in Elisabethfehn ein ähnliches Haus gefunden. Hier waren sogar zwei Wohnungen vorhanden und die Diele war noch um einiges größer als die von Clubhaus Nummer 2. Allerdings war die Diele auch renovierungsbedürftiger als die letzte. Statt Fussboden gab es Sand, die Wände waren nicht verputzt und durch die Dachpfannen pfiff der Wind. Eine Heidenarbeit lag vor uns. Als erstes wurde ein genauer Plan aufgestellt, durch die ersten beiden Clubhäuser hatte man gelernt. Während im ersten Clubhaus noch ein Ölofen für die Wärme in kalten Wintertage sorgte, waren es im zweiten schon zwei Öfen und ein Kamin. Im jetzigen sollte es aber richtig heiss werden, folglich wurde eine  Heizungsanlage installiert die von einem Kamin mit riesiger Feuerstelle unterstützt wird. Das gesamte Dach wurde mit Glaswolle und Dampfbremse isoliert. Der Boden wurde aus Beton mit Reinigungsgulli  versehen, die Theke gemautert und etwas was wir vorher auch noch nie hatten.......heisses Wasser.....ausgestattet. Kabel wurden für Lichtanlage und Musik gezogen und anschliessend wurde die Halle verputzt. Ohne die Kohle von unserem Exvermieter und die tatkräftigern Hände von Freuden wäre unser Kleinod nie entstanden.     -dafür noch mal herzlichen Dank-

 

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